Freitag, 03. Dezember 2021

25 Jahre „lebendige Krippe“ in Friedrichshafen

Seit 1996 erfreut die lebendige Krippe die großen und kleinen Gäste des Friedrichshafener Weihnachtsmarktes. Für ihr ehrenamtliches Engagement wurde das Team der Krippenbauer nun geehrt.
Foto der Krippe auf dem Weihnachtsmarkt

Die Geschichte der großen Krippe auf dem Friedrichshafener Weihnachtsmarkt begann damit, dass die ehemalige Personalreferentin der katholischen Gesamtkirchenpflege, Gisela Geske, beim Schlendern durch die Verkaufsstände einen inhaltlichen Bezugspunkt zum weihnachtsfest vermisste. Sie engagierte sich dafür, dass eine der Buden mit einer Kellenrieder Krippe ausgestattet wurde. Fünfzehn Jahre betreute sie diesen Stand persönlich, an dem es nichts zu kaufen gab, der aber zum Schauen und Innehalten einlud. Immer an ihrer Seite der verstorbene Mesner von Fischbach, Werner Brugger.

Als 1995 „lebendige Krippen“ mit Schafen und Eseln in Städten zum Trend wurden, kam Gisela Geske die Idee, dass eine solche Attraktion doch auch in Friedrichshafen möglich sein sollte. Die Idee fand beim damaligen Oberbürgermeister von Friedrichshafen, Bernd Wiedmann Gehör. Die Stadt Friedrichshafen erklärte sich bereit, die Finanzierung für die lebendige Krippe zu übernehmen und tut dies bis heute. Auf dem Weihnachtsmarkt 1996 wurde die Krippe dann zum ersten Mal präsentiert. Von Anfang an war dies nur durch engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer möglich: Werner Brugger gelang es eine Gruppe von zehn rüstigen Rentnern um sich zu scharen, die damals den Stall (Modell und Planung Max Behr) und die Figuren anfertigten, bemalten (Reinhard Obert) sowie die Kleider nähten (Maria Winterhalter, Franz Boppenmaier).

Einige der Ehemaligen sind bereits verstorben, doch es fanden sich immer wieder jüngere Freiwillige und zupackende Personen. Mit dem Erlös aus dem Spendenkässchen, das pro Jahr ca. 1.100 € einbringt, konnte in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren zahlreiche soziale Organisationen unterstützt werden, u.a. das Frauenhaus. Auch wenn der Weihnachtsmarkt im zweiten Coronajahr erneut ausfallen muss, die Krippe steht dieses Jahr - wenn auch ohne echte Schafe. Dekan Bernd Herbinger gratulierte nun vor der Krippe dem ehrenamtlichen Team, das für den Aufbau und die Betreuung sorgt. Den Dank für die Stadt überbrachten die Marktmeisterin, Cathrin Batzner, und Thomas Goldschmidt vom Stadtmarketing.

Die Namen der aktuellen Krippenbauer: Max Behr, Georg Berger, Bruno Kuppel, Joachim Günther, Walter Dezelak, Hans Deininger, Egon Schwabe, Wilson Hermez, Rolf Gaismaier, Stefan Blum, Maria Winterhalter sowie der vor einer Woche verstorbene Franz Boppenmaier.